Akupunktur für Pferde


Akupunktur beim Pferd
Akupunktur beim Pferd

2013 bis 2014 habe ich eine einjährige Weiterbildung bei der German Veterinary Acupuncture Society (GerVAS) absolviert und im Oktober 2014 die Akupunkturprüfung der IVAS (International Veterinary Acupuncture Society) abgelegt und bestanden. Seitdem integriere ich die Akupunktur in meine Behandlungen, z.B. bei Husten helfen bestimmte Punkte, Schleim zu lösen, bei Kolik fördert Akupunktur die Darmmotorik. 

 

Muskelprobleme und chronische Schmerzen lassen sich häufig durch Akupunktur lösen oder mildern. Hochbeanspruchte Sportpferde genießen Akupunktur zur Stressreduzierung und für ihren Muskelstoffwechsel. Die meisten Pferde empfinden Akupunktur als sehr angenehm und zeigen ihre zunehmende Gelöstheit und den wiederkehrenden "Flow of Qi" durch Abkauen und Gähnen an. Der kleine Teil der Pferde, welcher der Akupunktur nichts abgewinnen kann, sollte alternativ chiropraktisch oder physio- bzw. osteopathisch behandelt werden. Eine Sedation zur Akupunktur lehne ich ab.


Indikationen

  • Steifheit, Muskelprobleme
  • Bewegungsstörungen,- Einschränkungen
  • Schmerzen
  • Narben
  • Lymphabflussprobleme (insbesondere nach Verletzungen)
  • Headshaking
  • Leistungsminderung, Bewegungsunlust
  • Stress, Wesensänderungen
  • Wundheilungsstörungen
  • Unterstützung der Therapie bei inneren Erkrankungen

Behandlung beim Pferd

Ein eingehendes Gespräch mit dem Besitzer gibt mir Hinweise auf den Typ des Pferdes. In der traditionellen chinesischen Medizin werden jedem Lebewesen ein hauptsächlicher Typ zugeordnet: Erde, Holz, Feuer, Wasser, Metall. Jedem Typ ist ein Organ zugeordnet, das häufig gleichzeitig die Schwachstelle des jeweiligen Pferdes ist, wenn es aufgrund einer Erkrankung oder Stress aus dem Gleichgewicht gerät.

 

Anhand der Leere bzw. Fülle von Indikatorpunkten (Shu-, Mu- und Jing Well-Punkte) erkenne ich welche Meridiane zu behandeln sind und suche Punkte, die der Fragestellung entsprechen heraus. Ich beginne mit Punkten, die erfahrungsgemäß angenehm für die Pferde sind, damit der Patient sich auf die Behandlung einstellen kann. Während der Behandlung entspannen sich die Pferde zunehmend und zeigen durch Gähnen und Abkauen ihre Zufriedenheit an. Die Nadeln verbleiben im Schnitt 20 Minuten im Pferd und lösen sich dann mehr und mehr, so dass man sie leicht entfernen kann. Häufig ist der Patient am selben Tag noch etwas müde. Wiederholungsbehandlungen sind je nach Problem nach ein bis zwei Wochen angeraten.